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Dieng-Plateau


Das Wort Diengplateau und Dieng leitet sich von Di-Hyang ab und bedeutet Sitz oder Zuflucht der Götter.

Von Wonosobo geht es bei der Rundreise durch Java auf zum Dieng Plateau


Von Wonosobo aus, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, erreicht man das Dieng Plateau mit einem herrlichen Blick auf den Mount Sindoro in ca. 60 - 90 Minuten. in nördlicher Richtung.
Es erstreckt sich fast 3 Kilometer von Süden nach Norden und ist fast 1 Kilometer breit.

Die Fahrt führt durch eine atemberaubende Landschaft. Überall an den Berghängen wird die zur Verfügung stehende Fläche für Landwirtschaft genützt.
Auf engstem Raum werden hier, durch ein mildes Klima begünstigt, Reis, Kartoffeln Kohl, Zwiebeln und andere Obst- und Gemüsesorten angebaut.
Ganze Bergpassagen sind komplett mit Terrassen umgeben, wodurch jeder Winkel landwirtschaftlich genutzt werden kann.

Leider hat diese Art der  Landwirtschaft auch seine Nachteile. Durch das Entfernen der ursprünglichen Vegetation (Sträucher und Bäume) verliert der Boden an Halt.
Durch den Regen kommt es immer wieder zu Erdrutschen, welche die angelegten Terrassenplantagen zerstören, da die stabilisierenden Wurzeln fehlen.
Diese  Terrassenfelder auf dem Weg zum Dieng-Plateau werden durch ein ausgeklügeltes Pumpsystem bewässert.
Bewässerungsrohre laufen über die Spitze des Bergkamms, von wo aus das Wasser in Richtung Tal abgelassen wird.

Die Bauern des Dieng-Plateau verkaufen Gemüse auf den einheimischen Märkten
Bis hoch auf das Dieng Plateau werden Reis, Obst und Gemüse angebaut
Riesige Terrassen für den Anbau von Obst und Gemüse bei der Auffahrt zum Dieng Plateau
Die Moschee von Dieng Village. Ausgangspunkt zur Erkundung des Dieng Plateaus während einer Rundreise durch Bali


Durch diese Techniken des Terrassenanbaus können das ganze Jahr über Ernten eingebracht werden, die auf den lokalen Märkten und in Wonosobo verkauft werden.
Der zentrale Ort um das Gebiet am besten zu erkunden ist Dieng Village. Auf dem Markt hier werden typische Produkte der Region angeboten. Dies sind lokal angebautes Obst und Gemüse sowie Süßigkeiten, Pilze und die nur vorkommende  Carica (eine Papayaart, klein und süß).

Das Dieng Plateau ist ein absolutes Muss für jeder Rundreise durch Java. Es erstreckt sich auf über 15 Quadratkilometer. Hier befinden sich die ältesten Kultstätten des Hinduismus auf Java.
Von 7 Vulkanen umgeben befindet sich das Dieng Plateau auf einer Höhe von fast 2.100 Metern über dem Meeresspiegel und ist eine sumpfige, schlammige Hochebene mit vielen kleinen Seen und Kratern. Das Plateau selber ist ein kollabierter Vulkankessel (Caldera), welcher auch heute noch aktiv ist. Der größte Teil des Plateaus ist von Lavaströmen bedeckt und durchzogen von schwefeligen Schlammtümpeln und von Mineralien gefärbten Vulkanseen.


Arjuna Tempelkomplex (Candi Arjuna) - der älteste Hindutempel auf Java

Der Arjuna Tempelkomplex auf dem Dieng-Plateau ist einer wenn nicht sogar der älteste Hindu-Tempel auf Java.


Auf dem Dieng-Plateau gab es ursprünglich über 400 Tempel, die zur Anbetung des Gottes Shiva gedient haben.
Im Laufe der Jahre gerieten die meisten von Ihnen in Vergessenheit und wurden verschüttet oder durch Vulkanaktivität zerstört.

Das gesamte Tempelbaugebiet auf dem Dieng-Plateau umfasst ca. 2 x 1 Kilometern.
3 Tempelgruppen stehen in mythischer Verbindung zueinander. Diese sind Arjuna, Gatutkaca und Dwarawati. Der Bima-Komplex ist eine einzelne Tempelgruppe.

Die  Arjuna Tempelgruppe wurde er im 8. Jahrhundert n. Chr. im Zeitalter der Kalinga-Dynastie erbaut und zählt somit die ältesten Hindutempel auf Java.

Da bis heute Keine schriftliche Nachweise über die Geschichte des Dieng Tempel entdeckt wurden, gehen  Gelehrten davon aus, dass dieser Tempel von Königen der Sanjaya Dynastie gebaut wurden.

Eine Statue von Shiva, die in der Umgebung von Dieng gefunden wurde befindet sich heute im Nationalmuseum von Jakarta.
Die Tempel von Dieng wurden vermutlich in zwei Bauphasen  erstellt. Die erste Phase dauerte von Ende im 7. Jahrhundert und dem ersten Quartal des 8. Jahrhunderts umfasste die Konstruktion von Arjuna, Semar, Srikandi und Gatutkaca Tempel.

Blick auf den Tempel von Srikandi, Sembadra und Puntadewa im Arjuna Tempelkomplex.
Der Puntadewa Tempel im Tempelkomplex von Arunja
Der Sembadra Tempel im Arunja Tempelkomplex auf dem Dieng Plateau
Hier sieht man alle 5 Tempel des Tempelkomples von Arunja


1814 wurde der Arjuna-Komplex von einem englischen Soldaten von Schlamm bedeckt wiedergefunden und 1864 wieder freigelegt.
Der Arjuna Tempelkomplex besteht aus fünf Tempeln, welche die Namen von alten Wayang-Mythen aus der Geschichte der Mahabharata aus Indien tragen. Deshalb trägt er auch den Namen Pandava-Tempelkomplex.
Diese stehen von Süden nach Norden in der Reihenfolge Arjuna, Srikandi, Sembadra und Puntadewa. Der Tempel Semar steht direkt vor Arjuna.

1. Arunja-Tempel
Dieser Tempel ruht auf einem quadratischen Grundriss und hat einen Sockel von 1 Meter. Eine Treppe befindet sich auf der Westseite, die einen Blick auf den kleinen Innenraum zulässt  Am Erker des Dachs ist ein Relief von Kalamakara am oberen Rahmen angebracht. Die anderen Seiten besitzen im unteren Bereich Rahmen, die mit Drachenköpfen verziert sind.
2. Semar-Tempel
Dieser Tempel befindet sich direkt gegenüber des Arjuna-Tempels. Er besitzt einen ca. 60 Zentimeter hohen Sockel und eine Treppe zum Inneren an der Ostseite. Der Türrahmen ist gefliest und mit Drachenköpfen dekoriert. Über dem Eingang ist ein Kalamakara-Relief ohne Unterkiefer zu sehen. Nach Süden und nach Norden sind kleine Fenster zu sehen.
3. Srikandi-Tempel
Dieser Tempel liegt nördlich vom Arjuna-Tempel. Auch er steht auf einem ca. 60 Zentimeter hohen Sockel und hat einen nahezu quadratische Grundmauer. Eine überdachte Treppe befindet sich nach Osten orientiert. Die 3 Hinduskulpturen von Vishnu, Shiva und Brahma sind auf den Außenseiten zu sehen.
4. Sembadra-Tempel
Dieser Tempel hat vorspringende Bauteile nach Süden, Osten und Norden. Steinblöcke als Gehweg führen einen zum Eingang an der Westfront. Das Bauwerk sieht aus als wäre es Doppelgeschössig und auf jeder Seite gibt es Nischen um Statuen zu beherbergen.
5. Puntadewa-Tempel
Dieser Tempel ist eher klein. Aber er wirkt nicht so, da er auf einem 2 Meter hohen Sockel erbaut wurde. Hier gibt es 2 Treppen mit Geländer. Das Dach sieht wie ein großer Würfel aus und an den 4 Seiten sind Nischen zur Aufnahme von Statuen.


Der Sikidang Krater auf dem Dieng Plateau in Zentral-Java

Aufgang zum Sigidang Krater auf dem Dieng Plateau während einer Rundreise durch Java


Der Legende nach entstand der Sikidang Krater als der Prinz Pangeran Kidang Garungan von seiner versprochenen Liebe Ratu Shinta Dewi wegen seines antilopenartigen Kopfes verschmäht wurde.
Der Prinz wurde durch eine List in einem Brunnen eingesperrt. Um hier wieder herauszukommen schüttelte er das Erdreich bis dieses explodierte. Heute ist dies als Sikidang Krater bekannt.
Der Sikidang Krater ist einer von 3 wichtigen  Kratern im Dieng-Plateau. Die anderen 2 sind Sileri und Candradimuka.
Der Sileri Crater ist der gewaltigste unter den drei. Seine Farbe ist ein dickes Gau, welches wie Rückstände aus gekochtem Reis aussehen.
Im Candradimuka, gibt es eine reine heißen Quelle. Die Einheimischen glauben, dass dieses Wasser Glück bringt und vor Katastrophen schützt. Viele Leute kommen auch hierher um für Heilung von Krankheiten zu beten.
Heute ist der Sikidang Krater noch wirklich aktiv. Sein Durchmesser beträgt zwischen 10 und 15 Metern. Eine kochende  Masse brodelt tosend und vulkanischer Schlamm wird umher katapultiert. Der Sikidang Krater liegt im flachen Land des Dieng-Plateaus und man kann direkt in seinen Schlund hineinsehen.
Eigentlich ist er nicht das, was man sich unter einem Krater vorstellt. Der Hauptkrater ist eher ein Loch im Boden, aus dem heißer Dampf und beißender Schwefelgestank empor quillt. Der Rand des Kraters ist nur schlecht durch Planken abgesichert.

Überall um den Sikidang-Krater treten Schwefeldämpfe aus dem Boden hervor
Blick in den brodelnden Schlund des Sikidang Kraters
Die Krateröffnung des Sikidang ist nur 12 - 15 Meter groß und schlecht gesichert. Vorsicht ist also geboten
Überall treten giftige Gase um den Sikidang -Krater aus dem Boden hervor


Nicht nur im Hauptkrater, sondern auch aus vielen kleinen und großen Bodenöffnungen wird heißer Dampf, kochendes Wasser und Schwefelwasserstoff in die Luft katapultiert.

Einige größere Löcher sind mit einem stinkenden Gemisch aus Wasser, Asche und Schlamm gefüllt.
Der Boden sieht fest und stabil aus. Aber Achtung; an manchen Stellen ist er dünn und nachgiebig. Man sollte bei jedem Schritt gut aufpassen, dass man sich nicht verletzt.

Gefährlich ist dieses Gebiet mitunter, wenn es zu erhöhter Freisetzung von Kohlendioxid kommt. Erst 2011 kam es zu einer phreatischen Eruption mit erhöhtem Kohlendioxidgehalt in der Luft. 1.200 Einwohner mussten bei Timbang evakuiert werden. Ein großer Teil der umliegenden Vegetation wurde durch diesen Ausbruch zerstört.
1979 kamen sogar zu einer Katastrophe. 149 Menschen verloren bei einem Ausbruch ihr Leben.

Wo die heißen Rauchgase und die graue aus dem Boden kommen kann man nie genau voraussagen.
Sie springen von einem Ort zum anderen wie Rehe. Daher der Name Kidang = Reh auf indonesisch.


Die schönen Zwillingsseen - Telaga Warna und Telaga Pengilon auf dem Dieng-Plateau

Telaga Warna Der bunte See auf 2000 Metern Höhe auf dem Dieng Plateau


Wer das Dieng-Plateau währen einer Rundreise durch Java besucht kommt an einer Besichtigung der Seen Telaga Warna (Farbiger oder bunter See)  und Telaga Pengilon (Spiegelsee) nicht vorbei.

Versteckt zwischen Hügeln und Wäldern auf einer Höhe von mehr 2000 Meter über dem Meeresspiegel zieht der Telaga Warna die Besucher in seinen Bann. Dieser See ist eine mit Wasser gefüllte vulkanische Caldera, in welcher sich kleine aktive Gasschlote befinden.
Von einer Anhöhe aus findet man den spektakulärsten Blick auf die beiden Seen.
Von hier aus kann man den farbigen See über einen dichten Wald in seiner vollen Farbenpracht bestaunen. Das Spektrum zieht sich von einem schönen lila in der Mitte des Gewässers bis hin zum Ufer, welches ein Grün in den schönsten Schattierungen widerspiegelt.

An einigen Stellen der Oberfläche perlte es wie Sekt und kleinen Bläschen quellen zu Oberfläche. Dies verursacht der Schwefel,  im Wasser enthalten sind.
Auf der anderen Seite des Weges, von einer kleinen Wiese, die wie eine Landzunge aussieht befindet sich der Telaga Pengilon oder Spiegelsee. Dieser ist bei trockenem Wetter eher klein und sieht aus wie eine Wiese oder ein Sumpf. In seinem kristallklarem Wasser spiegelt sich seine Umgebung 1 zu 1. Ein wahrhaft atemberaubendes Schauspiel.


Selbst wilde Orchideen wachsem am Ufer der bunten Sees
Der bunte See ist kalt und überall blubbern Gasbläschen an der Oberfläche
Tempel rund um den See dienen der Meditation
Der goa Sumur Tempel am Telaga Warna


Auf dem Weg um beide Seen sind einige Höhlen und Tempel zu finden. Die bekannteste ist die Höhlen von Gua Semar.
Er war ein javanischer Diener des Königshauses. Vor der Höhle steht die Statue einer Frau mit einem Krug. Vor dieser Höhle gibt es einen kleinen Teich, dessen Wasser Krankheiten heilen soll.
Andere bekannte Höhlen sind  Batu Belik Cundamanik und Batu Tulis. Hierher kommen viele Gläubige mit dem Ziel auf der Suche nach Erlösung zu meditieren.


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